Flauscheckchen

Ein flauschiges Örtchen für jedermann. Hier wird zu allerlei Themen diskutiert, informiert und kommentiert Jeder, der flauschige Stündchen erleben will, ist hier richtig! ~ausgebauter RPG-Bereich~
 
StartseiteStartseite  KalenderKalender  FAQFAQ  AnmeldenAnmelden  LoginLogin  

Austausch | 
 

 Kurzgeschichten

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach unten 
AutorNachricht
Gast
Gast



BeitragThema: Kurzgeschichten   Mi 02 Mai 2012, 21:51

Also, ich poste hier mal meine besten Kurzgeschichten, ich weiß, die sind schon uralt, aber ich bin in letzter Zeit so wenig zum schreiben gekommen.

Sie stieg aus dem Taxi aus. Warum war sie hierher gekommen? Er würde nie wieder aus dem Zug springen und sie in den Arm nehmen. Nie wieder. Das klang so endgültig. Nein, es klang nicht nur so. Es war endgültig. Sie wusste selbst nicht so genau, warum sie hierher gekommen war. Vielleicht hatte sie gedacht, das etwas von der damaligen Freude auf sie abfärbte, aber es machte alles nur noch schlimmer. Das Mädchen stieg die paar Stufen zum Bahnsteig hinauf und setzte sich auf die Bank. Diese Bank. Hier hatte sie auf ihn gewartet, war vor lauter Vorfreude in Tränen ausgebrochen und hatte verwirrte Blicke geerntet. Sie ließ ihren Blick den Gleisen entlang schweifen. Hier waren sie immer entlanggelaufen, bis zu dem kleinen See, der so nah an den Gleisen war, dass das Wasser kleine Wellen schlug wenn ein Zug vorbeiratterte. Dichter Nebel zog auf und der Erste Regentropfen lief an ihrer Wange hinab. Oder zumindest versuchte sie sich einzureden, dass es Regen war. Die Schlagzeile würde sie nie vergessen:“Junge rettet sein Freundin und lässt dabei sein Leben.“ Wäre alles doch nur anders gelaufen. Hätte dieser Typ seinen Koffer nur zwei Meter weiter rechts abgestellt, wäre sie nicht darüber gefallen und auf die Gleise gestürzt. Er wäre ihr nicht hinterher gesprungen und hätte sie aus dem Weg gestoßen. Der Lokführer konnte nichtmehr bremsen… Sie hatten nur sich eine Schramme geholt, mitten im Gesicht, eine hässliche Narbe zieht sich über ihre Wange. Immer wenn sie sich im Spiegel ansah, erinnerte sie sich an ihn. Ein Zug näherte sich langsam, die drei Lichter kamen durch die Wolkenbank auf den Bahnhof zu. Ein Güterzug. dachte sie und stand auf. Auf einmal wurde ihr klar warum sie hierher gekommen war. Sie ging an den Rand des Bahnsteigs. Alles wurde auf einmal erschreckend klar und lief in Zeitlupe ab. Der Zug kam näher und näher. „Ich liebe dich.“ Flüsterte sie. „Ich liebe dich.“ Wie ein Gebet wiederholte sie diese drei Wörter. „Ich liebe dich!“ sagte sie ein letzes mal. Sie schrie seinen Namen und…
________________________________________________________________________________________________________________

Am leuchtenden Sommermorgen...
ging Charlie auf die Straße. Sie sog diesen wunderbaren Geruch auf. Sie blickte gen Himmel, wo die SOnne die letzten nebelschwaden vertrieb. Doch dann wurde das Zwitschern der Vögel hart von dem Dröhnen eines Presslufthammers unterbrochen. Sie seufzte und schulterte ihren Rucksack.
Ein weiterer trostloser Tag in meinem Leben, dachte sie mit einer Nüchternheit, die selbst ein Stein nicht überbieten konnte. Langsam machte sich die 16-Jährige auf den Schulweg. Der beinahe leere Rucksack stieß ihr bei jedem Schritt gegen die Oberschenkel, was ihrem gang einen monotonen Takt bescherte, der nur von gelegentlichen Ampelstopps unterbrochen wurde.
Charlie begrüßte flüchtig ein paar bekannte, die wie sie zu diesem grauen Block störmten. Doch dieses Gefängnis, dass sie Tag für Tag für sechs Stunden festhielt, würde schon bald seine Macht über sie verlieren. Es waren bloß noch drei Wochen bis Schulschluss. Charlie ware eine recht gute Schülerin, sie würde nur einen dreier in Zeugnis bekommen.
Doch das war kein Trost dafür, dass sie mit ihrer Mutter in einer Sozial wohnung wohnte, dass ihr Vater sie verlassen hatte und dass ihre Mum seitdem immerwieder in den Medizinschrank griff.
Kalte wut stieg in ihr auf. Kurz bevor sie die Straße ihrer Schule erreichte, bog sie links ab und begann zu reinnen.
Sie lief gegen die Wut an, gegen die Trauer.
Gegen den Hass.
Sie lief solange, bis sie den Stadtrand erreiche. Der glänzende Fluss, der die Sonne wie tausend Kristalle reflektierte, schlängelte sich zwischen alten Fabriken und hübschen Vorstadthäusern hindruch.
Charlies Beine bewegten sich wie von selbst über die Brücke. Über ihr schien die Sonne, die Schäfchenwolken schwebten über dem Horizon. Die Zeit schien stillzustehen. Das Geländer der Brücke zeigte einige Rostflecken und war an einigen Stellen abgebrochen, Das Licht war so hell, dass für Charlie alles surreal wirkte. Sie stellte sich an den Rand der Brücke und beobachtet das Wasser. Wie im Rausch konnte die den Blick nicht abwenden. Sie musste zusehen, wie das Wasser Muster bildete und im nächsten Moment wieder zerstörte, nur um gleich darauf wieder neue zu machen.
Charlie wollte ein Teil dieses Schauspiels sein. Eine letzte Träne glitzerte in der Sonne, als Charlie noch ein mal die Sommerluft einsog
____________________________________________________________________________________________________________________________________

Ja, die geschichten aus meiner Emophase, und noch der Anfang von meinem Buch, das erste Kapitel zumindest, ich bin grad beim Fünften, bei Neugier bitte melden! ^^ Ich wollte etwas besonderes schreiben. Etwas, dass es noch nicht gegeben hat. Und Charlie wird immer mehr zu einer realen Person für mich. Sie hat einfach soviele Dinge die ich gerne hätte, Charakterlich meine ich.
Dennoch ist diese Geschichte frei erfunden und außer den Ort (irgendwo in Conneticut - USA) entspricht absolut nichts der Wahrheit. ch hab mir viel, viel Mühe gegeben und so viel Zeit (fast ein halbes Jahr mit Schreibblockaden) in diese Geschichte gesteckt, dauernd werden Neue Sachen eingebaut, andre geändert oder rausgeschmissen, deshalb wäre ich wirklich, wirklich böse wenn irgendjemand auch nur auf die Idee kommen würde irgendetwas zu klauen. (Ich meins ernst, der kriegt von mir persönlich eins in die Fresse)

Senza Titolo. ;):
 
Nach oben Nach unten
 
Kurzgeschichten
Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach oben 
Seite 1 von 1
 Ähnliche Themen
-
» Septemberwinde- Eine wahre Kurzgeschichte
» Kurzgeschichten von BurningSun (also mir)

Befugnisse in diesem ForumSie können in diesem Forum nicht antworten
Flauscheckchen :: Flauschig, kreative Themen :: Geschichten zum dahinflauschen-
Gehe zu: